Audio Interface

Ein Audio Interface stellt bei der Aufnahme von Ton die Schnittstelle zwischen sogenannten Peripherie-Geräten wie zum Beispiel Mikrofonen oder elektrischen Instrumenten dar. Außerdem können auch Kopfhörer, Monitore oder Lautsprecher an das Interface angeschlossen werden, sodass die Aufnahmen entweder direkt probegehört werden können oder der Sänger die bereits bestehenden Tonspuren mithören kann.

Funktionen und Features

USB Audio Interface

Einfaches USB Audio Interface

Heute werden sowohl im privaten, als auch im (semi)-professionellen Bereich überwiegend USB Audio Interfaces genutzt, da diese sehr klein und portabel sind. Des weiteren können diese einfach neben dem Bildschirm des Aufnahmerechners platziert werden, was platzsparend ist und eine einfache Bedienung durch den Produzenten erlaubt. Die einfache Nachreglung der Lautstärke und die Feinjustierung anderer Parameter wie Bass, Mitten oder Höhen sind nur einige Vorteile von Audio Interfaces der heutigen Generation.

Viele Geräte bringen besondere Features mit, wie zum Beispiel eine Übersteuerungsanzeige. Diese wird oft in Form von zweifarbigen LEDs realisiert: Blinkt das Licht rot, so kann das Mikrofon, bzw. das Interface die ankommenden Schallwellen oder elektroakustischen Signale nicht einwandfrei verarbeiten und die Lautstärke sollte zurückgeschraubt werden – bei grünem Licht ist alles in Ordnung und die Aufnahmen werden qualitativ hochwertig.

Wiedergabegeräte, die an ein Audio Interface angeschlossen werden, verfügen meist über einen 6,3mm Klinkenanschluss oder einen 3,5mm Anschluss, wie sie bei Kopfhörern im Consumer Bereich üblich sind. Studio Kopfhörer werden in den meisten Fällen mit 6,3mm Anschluss ausgeliefert, da hier die Übertragungsqualität etwas besser ist und die Kopfhörer nicht ganz so anfällig für Rauschen sind.

Anschlüsse und Software

Audio Interface mit Mischpult

USB Audio Interface mit Mischpult

Die Übertragungsleistungen der verschiedenen Anschlüsse, mit denen ein Interface an einen Aufnahmerechner angeschlossen werden, unterscheiden sich deutlich. USB 2.0 und USB 3.0 liefern bereits sehr gute Qualität, wobei Thunderbolt Anschlüsse, wie sie von Apple entwickelt und verbaut werden, die höchste Leistung bieten – Thunderbolt-fähige Interfaces gibt es jedoch sehr wenige, meist werden Geräte mit USB 2.0 oder USB 3.0 angeboten.

Auch die verwendete Aufnahme-Software kann großen Einfluss auf die Qualität der Resultate haben. Vielen günstigeren Einstiegsgeräten liegen bereits einfache Programm bei, mit denen direkt gestartet werden kann – gerade für professionelle Aufnahmen sind diese Programme allerdings nicht geeignet. Wer viel Geld in ein professionelles Interface investiert, sollte sich auch eine gute Recording-Software zulegen, um die Leistung des Audio Interfaces auch wirklich ausnutzen zu können.

Viele moderne Audio Interfaces haben bereits Mischpulte an Bord, mit denen viele Aufnahmeparameter eingestellt werden können. Je nachdem, für welche Zwecke das Gerät genutzt werden soll, muss hier auch auf eine Phantomspeisung geachtet werden, da diese zum Betrieb von Kondensatormikrofonen zwingend notwendig ist. Eine hohe Samplerate, also die Anzahl der Übersetzungen von Spannung in vom Rechner lesbare Datenpakete, erhöht zudem die Qualität der Aufnahmen maßgeblich.

Welches Audio Interface kaufen?

Beim Kauf von Audio Interfaces ist es wichtig, dass bereits im Vorfeld geklärt wird, für welche Zwecke das Gerät dienen soll. Für die (semi)-professionelle Aufnahme im eigenen Studio sollte ein Mischpult bereits integriert sein, sodass Feinjustierungen am Sound direkt am Interface möglich sind und eventuelle Qualitätseinbußen bei der Nachbearbeitung am PC vermieden werden können. Der Anschluss ist ebenfalls wichtig, im Zweifel können USB Interfaces mit den meisten Geräten genutzt werden.

Für die Aufnahme von Gesang sollte eine Phantomspeisung in jedem Falle an Bord sein. Die Samplerate ist ein weiterer Punkt, auf den geachtet werden sollte. Bei 48 kHz zum Beispiel wird 48.000 mal pro Sekunde die Spannung im Interface an den PC weitergegeben, woraus dieser dann wiederum den Sound generiert. Günstige Geräte sind bereits ab rund 100 Euro erhältlich, wobei professionelle Audio Interfaces mit Profi-Funktionen und Top-Qualität leicht vierstellige Summen erreichen können.

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