Kaufberatung

Beim Mikrofon kaufen sollte darauf geachtet werden, dass das Mikrofon auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Kondensatormikrofone und dynamische Mikros haben eigene Stärken und Schwächen, die das Einsatzgebiet der jeweiligen Bauweise festlegen. Im Folgenden erhalten Sie Einblicke in die Vor- und Nachteile der verschiedenen Mikrofon Arten.

Mit dieser Mikrofon Kaufberatung sehen Sie auf den ersten Blick, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Mikrofon Arten mit sich bringen, sodass Sie schnell und sicher entscheiden können, welcher Mikrofon Typ für Sie der richtige ist. Unter Umständen kann es auch lohnenswert sein, mehrere verschiedene Mikrofone einfach auszuprobieren.

Dynamisches Mikrofon

Vorteile:

  • Wenig Raumanteil
  • Weiche Aufnahmen
  • Weniger zischende S-Laute
  • Hohe Robustheit

Nachteile:

  • Geringere Frequenzabdeckung
  • schwächere Höhenwiedergabe

Auf Grund dieser Eigenschaften eignen sich dynamische Mikrofone sehr gut als Gesangsmikrofone bei Live-Auftritten oder zur Aufnahme von Interviews / für Reporter, da hier vor allem die Unempfindlichkeit gegenüber Störeinflüssen wichtig ist. Außerdem sind dynamische Mikrofone sehr robust und langlebig.

Auf Grund der im Vergleich zum Kondensatormikrofon wesentlich einfacheren Bauweise von dynamischen Mikrofonen, insbesondere bei einem Tauchspulen-Mikrofon, ist auch der Preis bei dynamischen Mikros häufig geringer. Dennoch gibt es professionelle Dynamische Mikrofone, die mehrere hundert Euro kosten können.

Kleinmembran Kondensator-Mikrofon

Vorteile:

  • Natürliche Stimmwiedergabe
  • Brillante Höhen

Nachteile:

  • Höhere Vorspannung nötig
  • Mehr Eigenrauschen
  • Anfällig für Pop-Geräusche
  • Hohe Störanfälligkeit

Kleinmembran-Kondensatormikrofone sind ideal für die Aufnahme von gesungenen Texten, wenn die natürliche Stimmwiedergabe und die klaren Höhen geschätzt werden. Die kleinere Kondensatorkapsel erlaubt des Weiteren eine viel kompaktere Bauweise des Mikrofons, sodass das Gewicht und die Portabilität in einem besseren Verhältnis zueinander stehen.

Auf Grund der kleinen Membran, die oft nur einen halben Zoll, also ca. 12,5 mm im Durchmesser besitzt, ist die nötige Vorspannung der Membran höher. Dies hat zur Folge, dass das Eigenrauschen des Kondensatormikrofons verstärkt wird. Auch die Pop-Laute wie „P“ und „K“ stechen deutlich heraus, sodass die Nutzung eines Popschutzes zu empfehlen ist.

Da die Membran beim Kleinmembran-Kondensatormikrofon wegen der geringeren Größe auch sehr leicht ist, reagiert diese auch auf schwächere Einflüsse, was zwar bei weiter entfernten Schallquellen nützlich sein kann, andererseits aber auch den Einfluss von Hintergrundgeräuschen und Störungen durch den Raumanteil erhöhen kann.

Großmembran Kondensator-Mikrofon

Vorteile:

  • Geringes Eigenrauschen
  • „Seidiger“ Klang
  • Unempfindlich gegen Störelemente

Nachteile:

  • Anfällig für Partialschwingungen
  • Schwächere Höhen

Das Großmembran Kondensator-Mikrofon verfügt über eine Membran mit mindestens einem Zoll Durchmesser, also rund 25,4 mm. Auf Grund dieser Größe reagiert die Membran nicht auf zu kleine / leise Geräusche, sodass Störelemente und Raumanteil hier kaum ins Gewicht fallen, was bei der Aufnahme von leisen Tönen wie Vocals oder gesprochenem Text vorteilhaft sein kann.

Auf Grund der schwereren Membran kann es jedoch auch zu sogenannten Partialschwingungen kommen, sodass die Höhen der Aufnahmen nicht richtig wiedergegeben werden. Der dadurch entstehende „seidige“ Klang ist nicht zwingend schlecht und wird zum Beispiel bei der Aufnahme von akustischen Instrumenten sehr geschätzt.

Ob nun ein Kleinmembran- oder ein Großmembran-Kondensatormikrofon für die eigenen Aufnahmen von Texten oder Instrumenten bevorzugt wird, hängt in erster Linie von den eigenen Wünschen und Vorstellungen ab: Ist eine klare und natürliche Wiedergabe gewünscht, wählt man am besten ein Kleinmembranmikrofon. Bei seidigeren und volleren Tönen greift man idealerweise zum Großmembran-Mikro.

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